2.Tag

Beobachtungen


Die Kinder aus Workshop 8 bauen ein Raumschiff und eine Höhle. Gestern haben sie das Klassenzimmer gebaut und zwei Sitzordnungen ausprobiert. Zwei Kinder, die vor der Tür arbeiten, bauen genau wie drinnen eine Höhle. Sie mischen gerade Farbe in einer leeren Joghurtdose. Die Farbe in der Dose ist grünbraun. Dann malen sie ihre Höhle an. Es wird Zeit, wieder hineinzugehen. Ein Junge sitzt noch in der nicht fertig gebauten Höhle, deren Farbe jetzt grau ist.
Von Renee-Marie

 


 

Interview von Renee-Marie mit Greta, FSJlerin bei den Gripswerken

Renee: „Warum bist du hier, Greta?“

Greta: „Ich hab letztes Jahr Abi gemacht und wollte unbedingt ins Theater. Ich habe mich dann für ein freiwilliges soziales Jahr am Grips beworben und wurde zum Glück genommen.“

Renee: „Was findest du am Theater so spannend?“

Greta: „Ich mag Theater sehen total und wollte ganz lang Schauspielerin werden. Das hat sich irgendwann geändert, dass ich Schauspielerin werden wollte, aber die Liebe zum Theater ist geblieben.“

 

 

 

Interview von Tuba mit Amin aus der Galilei-Grundschule, WS 3: Expedition zum Planet des Wissens

Tuba: „Was macht ihr hier?“
Amin: „Wir bauen ein UFO bzw. Raumschiffe.“

Tuba: „Macht es Spaß?“
Amin: „Ein bisschen.“

Tuba: „Wieso ein bisschen?“
Amin: „Weil manche leicht sind und manche schwer.“

Tuba: „Wieso hast du dir den Workshop ausgesucht?“
Amin: „Ich wollte nicht rein, ich wurde hier reingesteckt.“

Tuba: „Auf welche Schule gehst du?“
Amin: „Galilei-Grundschule.“

Tuba: „Was hast du schon gebaut?“
Amin: „Eine Plattform.“

Tuba: „Woher kommst du?“
Amin: „Aus Tunesien.“

Tuba: „Wie fühlst du dich hier?“
Amin: „Normal.“

Tuba: „Was habt ihr gestern gemacht?“
Amin: „Plakate.“

Tuba: „Was hat dir am Besten gefallen?“
Amin: „Weiß ich nicht.“

 

 

Interview mit Max von der Carl-Humann-Grundschule, WS 5 (Schule böse)

Kilian: „Wie findest du diesen Kongress?“
Max: „Ich finde ihn ok, man könnte ihn allerdings verbessern.“

Kilian: „Was würdest du verändern?“
Max: „Ich hätte gerne, dass man sich die Partner für die jeweilige Station aussuchen kann.“

Kilian: „Warum hast du diesen Workshop gewählt?“
Max: „Weil ich die Schule böse finde!“

Kilian: „Würdest du lieber einen anderen Workshop machen?“
Max: „Ja, na klar!“


 

Workshop 1: Die Zukunft gestalten wir!

Leiter: Jan Heidel
Assistenz: Ike Eickholz

Lautes Schreien hört man aus dem Raum von Workshop 1. Als wir den Raum betraten, sahen wir sieben bis acht Kinder, an deren Füßen eine Schnur mit einem Luftballon befestigt war. Sie liefen in einem Viereck herum, es war sehr laut. Wir wurden von den Leuten begrüßt, die in unserer Klasse waren: Kilian von den Jungs und ich von meiner Freundin Havy. Als Jan uns dann aufgeklärt hatte, war es witzig zuzuschauen, wie die Kinder versuchten, den Luftballon der anderen zu zertreten und dabei nicht aus dem Viereck zu treten. Aber jetzt will ich euch erzählen, warum sie das tun: Sie spielen ein Spiel. In dem Spiel schreiben sie Sorgen auf und packen sie in einen Luftballon, den sie dann zertreten. Sie versuchen also, ihre Sorgen zu vertreiben. Jetzt haben sie Pause. Unsere Chance, zwei Kinder zu schnappen und sie zu interviewen.

Interview mit Havy Nguyen
Interview von Emilie mit Havy von WS 1: Die Zukunft gestalten wir!

Emilie: „Wie heißt du denn?“
Havy: „Havy, aber hier in meinem Workshop nennen sie mich Vivi.“

Emilie: „In welchem Workshop bist du denn?“
Havy: „Workshop 1: Die Zukunft gestalten wir.“

Emilie: „Von welcher Schule kommst du?“
Havy: „Carl-Humann-Grundschule.“

Emilie: „Warum hast du diesen Workshop ausgewählt?“
Havy: „Meine Freundin hat mir davon erzählt. Sie hat gesagt, das ist cool. Da dachte ich, meine Freunde kreuzen das an, damit wir in den gleichen Workshop kommen. Leider hat es nicht geklappt. Aber der Workshop ist cool.“

Emilie: „Was macht ihr in dem Workshop?“
Havy: „Verschiedene Dinge. Die Zeitung kommt zu uns, sie fotografieren uns... Wir reden über verschiedene Dinge. Und es ist vor allem lustig.“

Emilie: „Was habt ihr gestern gemacht?“
Havy: „Wir haben ein Spiel gespielt am Anfang. Wir haben uns vorgestellt. Wir haben uns die Jobs ausgesucht, Türsteher und so. Ich bin sozusagen Raumdesignerin, ich mach die Plakate an einen Ort, an dem man sie gut anschauen kann.“

Emilie: „Macht es euch Spaß?“
Havy: „Ja, es macht uns wirklich sehr Spaß! Es ist witzig, cool... und wir haben große Pausen zwischendurch. Aber ich finde es schade, dass die anderen keine Zwischenpausen kriegen. Willi ist witzig, Ike ist witzig.“ (Die Workshop-Leiter, Anm.)

Emilie: „Ist der Typ mit den blonden Haaren auch witzig?“
Havy: „Ja, alle sind witzig!“

Emilie: „Ihr macht ja irgend etwas mit Zukunft. Aber als ich reinkam, habt ihr gar nichts mit Zukunft gemacht.“
Havy: „Als du reinkamst, das war am Ende, haben wir ein Spiel gespielt. Wir machen eigentlich nicht so ganz viel mit Zukunft. Wir machen was uns gefällt und was uns nicht gefällt. Wir haben ein Spiel gespielt mit Ballons, da standen die Sachen drauf, die du an der Wand gesehen hast. Da haben wir Sachen draufgeschrieben, die wir nicht mochten und dann haben wir die zertreten. Wir haben unsere Wut ausgelassen und sind dann vor den anderen weggerannt.“

Emilie: „Was ist der Sinn des Workshops?“
Havy: „Dass alle Spaß haben uns lustig sind. Aber wir können auch etwas lernen. Eigentlich können wir immer selber entscheiden, was wir machen. Gestern haben sich sogar einige Jungs mit Schuhen geprügelt.“

Emilie: „Was hat dir bis jetzt am Besten gefallen? Hat dir etwas nicht gefallen?
Havy: „Am besten haben mir die Leute gefallen. Es gibt nichts, was mir nicht gefallen hat. Es ist voll cool.“

Emilie: „Danke, Havy!“


 

Interview mit dem Lehrer Herrn Hameister, Carl-Humann-Grundschule

Emilie: „Was machen Sie, wenn wir in unseren Workshops sind?“
Herr Hameister: „Wir Lehrer haben auch einen Workshop. Heute morgen zum Beispiel waren zuerst Studenten da, auch bei uns, und wir haben über das gleiche Thema gesprochen wie ihr auf der Bühne. Danach kam ein Dramaturg vom Grips-Theater, der hat von einem neuen Stück erzählt, das sie gerade entwickeln. Dann haben wir über dieses Stück gesprochen und über die Problematik dieses Stückes.“

Emilie: „Macht es Spaß in dem Workshop der Lehrer?“
Herr Hameister: „Ja.“

Emilie: „Stricken Sie?“ (Anmerkung: Eine Lehrerin hat am Morgen erzählt, dass sie Strickzeug mitgebracht hat)
Herr Hameister: „Nein.“

Emilie: „Haben Sie schon neue Freunde oder KollegInnen gefunden?“
Herr Hameister: „Wir Kollegen verstehen uns sehr gut in der Gruppe.“

Emilie: „Haben Sie schon was dazugelernt? Was denn?“
Herr Hameister: „Auf alle Fälle. Im Einzeln kann ich dir das nicht genau sagen, aber ich hab viele neue Anregungen.“

Emilie: „Wer sollte in der Schule nach Ihrer Meinung mitbestimmen?“
Herr Hameister: „Das Ideal wäre, dass alle Beteiligte ihren Teil dazu beitragen, dass Schule gut funktioniert. Also die Lehrer, aber auch die Eltern und die Schüler.“

Emilie: „Werden Sie uns nach dem Kongress mehr selbst bestimmen lassen?“
Herr Hameister: „Das ist eine gute Frage. Ich glaube, das wird die Diskussion dann auch noch mal an der Schule für uns. Es gibt ja einen Bereich an der Schule, da sind die Lehrer ja auch nicht selbstbestimmt, sondern da müssen sie das unterrichten, was vorgeschrieben ist. Das setzt uns alles enge Grenzen.“

 


 

Interview von Emilia mit dem Catering-Service

(am Dienstag, es gab zum Mittagessen Reis mit Kapernklopsen oder Geschnetzeltem)

Emilia: „Hallo, Mein Name ist Emilia.“
Mandy: „Mein Name ist Mandy.“

Emilia: „Woher kommt das Essen?“
Mandy: „Aus Berlin.“

Emilia: „Wie kommt das Essen hier her?“
Mandy: „Mit dem Auto.“

Emilia: „Wie lange dauert es, das Essen zu kochen?“
Mandy: „5 Stunden ... Gemüse schnippeln und solche Sachen. Eingekauft wird einen Tag vorher.“

Emilia: „Wie viele Kilos müsst ihr kochen?“
Mandy: „Also Reis habt ihr heute 8 Kilo gegessen. Wenn man ihn natürlich dann noch kocht wird das ja ein bisschen mehr, aber trocken habt ihr vom Reis 8 Kilo verputzt, und Fleischbällchen schätze ich 4 Kilo, und das Geschnetzelte auch noch mal 4 Kilo.“

Emilia: „Kochen Sie immer für Schulen oder auch für andere Einrichtungen?“ 
Mandy: „Wir kochen nicht nur für Schulen und solche Veranstaltungen wie heute hier, sondern auch fürs Theaterfest, und sehr gerne auch immer wieder für Kinder, aber auch für große Firmen, Unternehmen, private Feiern, Geburtstage, Hochzeiten, ...“

Emilia: „Kochen Sie nur deutsche Gerichte oder auch internationale Gerichte?“
Mandy: „Also wir sind da eigentlich überhaupt nicht begrenzt, ihr habt euch das ja gewünscht heute mit den Klopsen, deswegen haben wir das in den Speiseplan eingebaut. Ansonsten kochen wir auch gerne international, je nachdem was die Leute so wollen. Asiatisch, mexikanisch, wir hatten schon alles mit dabei. Wir probieren auch immer wieder neue Sachen, das ist ganz spannend.“

Emilia: „Kochen Sie zu Hause auch?“
Mandy: „Ja, gerne.“

Emilia: „Was kochen Sie zu Hause am Liebsten?
Mandy: „Ich glaube ein spezielles Lieblingsgericht habe ich gar nicht. Ich mag generell sehr gerne Reisgerichte. Pastagerichte auch, aber Reis mag ich am allerliebsten.“

Emilia: „Danke für das Interview.“


 

Interview mit der Lehrerin Frau Hillers

Kilian: „Was machen Sie in der Zeit, in der wir an den Stationen arbeiten?“
Frau Hillers: „Da haben wir einen Workshop für die Lehrer.“

Kilian: „Und was machen Sie in diesem Workshop?“
Frau Hillers: „Gestern und heute waren da die Leute, die auch bei der Schüleruni bei euch waren. Gestern die Philosophin und heute die Soziologin mit den Studenten und Studentinnen. Mit denen haben wir nochmal über die Sachen geredet, über die ihr auch bei der Schüleruni geredet habt.“

Kilian: „Macht es Ihnen Spaß?“
Frau Hillers: „Ja.“

Kilian: „Stricken Sie in der Zeit, wenn Ihnen langweilig ist?“
Frau Hillers: „Nein, tu ich nicht. Ich hab mein Strickzeug nicht dabei.“

Kilian: „Haben Sie schon neue Freunde gefunden?“
Frau Hillers: „Nette Kolleginnen, ja.“

Kilian: „Haben Sie von denen etwas dazugelernt?“
Frau Hillers: „Von allen. In den Diskussionen habe ich gelernt, neu über Sachen nachzudenken.“

Kilian: „Wer sollte in der Schule aus Ihrer Meinung bestimmen?“
Frau Hillers: „Alle zusammen. Je nachdem, worum es geht. Wenn es um eine Wand geht oder eine Organisationsfrage, ist der Hausmeister gefragt und ist auch Spezialist. Wenn es um Themen geht, wisst ihr ja, bei mir, wir alle zusammen. In anderen Fächern kann man sich den Luxus nicht leisten, da sind manchmal Sachen einfach vorgegeben. Aber ich denke, über das „wie“ man lernt, kann man immer nochmal reden.“

Kilian: „Werden Sie uns nach dem Kongress mehr selbst bestimmen lassen?“
Frau Hillers: „Ich hoffe. Und wenn nicht, macht ihr mich bitte darauf aufmerksam.“

Kilian: „Okay, danke, dass wir Sie interviewen durften.“


 

Workshop 8 (Bitte nicht aufräumen! Hier bauen wir), Interview mit Simon und Tim (Christian-Morgenstern-GS)


Was macht ihr in Workshop 8?
S: Wir bauen verschiedene Sachen, zum Beispiel eine Höhle und ein Raumschiff. Gestern haben wir ein Zelt gebaut.
T: Wir bauen die Sachen, die wir Kinder bauen möchten.

Macht dir der Workshop Spaß?
S: Ja, weil er so spannend ist. Das Bauen gefällt mir am besten.
T: Mir hat gut gefallen, dass wir das Raumschiff in Teamarbeit gebaut haben.

Was ist euer Ziel?
Wir wollen ein neues Klassenzimmer bauen.
Das Interview führte Emilia.


 

Von Raketen und UFOs


Als die Kinder aus der Pause zurückkommen, reden sie über Fantasie. Sie stellen Thesen auf und reden über Pro und Contra, zum Beispiel von Ideen und Erfindungen. Sie sprechen davon, Raketen und Häuser zu bauen. Die Kinder haben Stangen aufgestellt und danach alles mit Alufolie überdeckt. Das soll dann ein Ufo werden. Die Kinder bekommen nur wenige Anweisungen und machen sehr viel alleine. Es sieht sehr interessant aus, so viele Basteleien zu sehen.
Sie haben Plakate gestaltet mit verschiedenen Themen, die mit Zukunft und Schule zu tun haben: Sport, Essen, Spiel und Spaß, Ausbildungen, Politik und noch viele andere.
Von Tuba


 

Isabell über Emily Peev vom Workshop 7 - Mädchen sind anders, Jungen auch!

Emely Peev kommt aus der Christian-Morgenstern-Grundschule.
Sie hat den Workshop 7 gewählt, weil sie meint, dass Jungen und Mädchen unterschiedlich sind. Gestern haben sie ein Gummibärchenbild gemacht und haben darunter Namen geschrieben. Es hat ihr Spaß gemacht, weil sie lustige Sachen machen und sie sich für das Thema interessiert. Das Ziel der Gruppe ist, dass sie erkennen, dass Jungen und Mädchen nicht immer unterschiedlich sind.
Am Besten hat ihr das Gummibärchenbild gefallen, weil die Gummibärchen so lecker waren.


 

Interview mit Lennert Kotitschke aus der Carl Humann-Grundschule

Kilian: „Warum hast du diesen Workshop gewählt?“
Lennert: „Ich hab geraten.“

Kilian: „Warum hast du geraten?“
Lennert: „Weil ich mich nicht entscheiden konnte.“

Kilian: „Was macht ihr in diesem Workshop?“
Lennert: „Wir reden über das Thema: Wer bestimmt wen.“

Kilian: „Habt ihr Spaß in dem Workshop?“
Lennert: „Ja, weil wir viele Pausen haben.“

Kilian: „Was ist der Sinn von diesem Workshop?“
Lennert: „Leute ärgern, sagt Jan (der Workshopleiter).“

Kilian: „Was gefällt dir am Besten?“
Lennert: „Die Pausen.“

Kilian: „Warum?“
Lennert: „Weil sie Spaß machen.“

Kilian: „Danke, dass wir dich interviewen durften.“


 

Eindrücke vom zweiten Tag:


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Video vom zweiten Tag:

 

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