1.Tag

Tuba und Marvin

Eröffnungsveranstaltung

Viele Kinder rannten durch die Gegend. Sie hatten nur eine Minute Zeit, um Fragen über ihre Schule zu beantworten. Sie schrien und lachten durcheinander. Wir befanden uns in einem großen Saal im Grips-Theater Podewil, wo die Eröffnungsfeier vom Kinderkongress 2014 stattfand.  Das Thema ist „Wer bestimmt hier wen?“. Es gibt neun verschiedene Workshops über verschiedene  Themen der Schule, wie z.B. Essen, Jungs/Mädchen, Zukunft und Zeit. Zuerst fand die Begrüßung statt, dabei wurden Filme und Standbilder gezeigt. Danach sollten sich alle hinsetzen und dann haben sich ein paar wichtige Leute vom Kinderkongress vorgestellt. Eine Philosophin hat eine Art Umfrage mit uns gemacht, einer aus meiner Klasse hat gesungen und gerufen „Ich bin ein Star!“. Die Frage der Umfrage war, ob es mutig ist, seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Sie haben uns außerdem Fragen gestellt  wie „Wie und wer sollten eure Lehrer sein?“ und „Welches Essen sollte es geben?“
Die Leiter der verschiedenen Workshops wurden danach vorgestellt. Zwei Leute haben auf der Bühne ein Band aufgespannt. Dann haben wir von zehn auf null runtergezählt. Bei null sind wir losgerannt. Indem wir gerannt sind, haben wir das Band durchtrennt und den Kongress eröffnet. Danach sind wir zu den Workshop-Leitern gerannt und dann sind wir zu dem Workshop-Raum gegangen und haben begonnen.


 

Emilia und Isabell

Interview mit Philipp Harpain und Wendy Pladeck

Emilia und Isabell: Wer seid ihr und was macht Ihr am GRIPS Theater?

Wendy: Ich bin Wendy und ich mache die Moderation und habe den Kinderkongress und die Veranstaltung heute Morgen zur Eröffnung mit organisiert.

Philipp: Ich heiße Philipp, ich bin Theaterpädagoge am GRIPS und leite den Kinderkongress. Ich habe vor eineinhalb Jahren angefangen, den vorzubereiten.

Isabell: Warum gibt es den Kinderkongress?

Philipp: Das ist eine längere Geschichte. Vor vier Jahren haben wir eine Geschichte von der Christian-Morgenstern-Schule gehört, dass es einen Nicht-Esser-Tisch dort gab. Und Kinder haben anderen Kindern etwas von ihrem Essen abgegeben. Dann sollten die Preise für das Essen erhöht werden, und diese Geschichte haben wir gehört und uns gedacht: Darüber könnte man doch mal einen Kongress machen. Und dann haben wir den ersten Kinderkongress gemacht – vor drei Jahren – zu dem Thema „Arm und Reich“. Das war die Idee, die kam damals aus der Morgenstern-Grundschule. Deswegen haben wir auch eine Kooperation zusammen mit dieser Schule, die seitdem mit dabei ist. 

Isabell: Da fühlt sich unsere Schule auch sehr geehrt!

Philipp: Ja, es ist gut, dass es damals so passiert ist. Das fanden wir eine tolle Sache.

Isabell: Warum ist das Thema Selbstbestimmung bei Euch so wichtig?

Philipp: Das taucht immer wieder auf, aber in diesem Fall hat es etwas mit dem Vorhaben zu tun, dass das GRIPS Theater ein Theaterstück machen will, das heißt „Kreidekreis“. Und wir haben immer versucht die Kinderkongresse im Vorfeld einer Produktion zu machen. In diesem Fall ist das über ein halbes Jahr davor. Das Stück ist gerade geschrieben worden und soll zusammen mit Kindern auf die Bühne gebracht werden. Henrik Adler betreut das dramaturgisch und Lara Kugelmann, die den Tanz-Workshop „Schule böse“ macht, arbeitet auch daran mit. Da geht es auch darum, Kinder selber zu Wort kommen zu lassen. Auf sie zu hören, was sie zu sagen haben. Deswegen ist es toll, dass es hier um Selbstbestimmung geht.

Emilia: Und was passiert da bei diesem Kinderkongress?

Wendy: Da werden verschiedene Workshops abgehalten mit verschiedenen künstlerischen Formen und Mitteln. Zum Beispiel schreiben da Leute, machen Musik oder Kunst und setzen sich mit verschiedenen Themen auseinander. Da überprüfen sie die Thesen, die wir heute Morgen in der Eröffnung gehört haben, die zu den verschiedenen Workshops gehören. Zum Beispiel die, dass Mädchen anders sind, Jungen aber auch. Oder dass Lehrer über die Zeit von Euch Kindern in der Schule bestimmen.
Philipp: Am Donnersteg gibt es eine Abschlussveranstaltung, wo die Kinder sich gegenseitig die Workshops zeigen werden. Das ganze wird auch noch weitergehen, das kann ich Euch schon verraten, denn  Ihr werdet dann in eine der Endproben von diesem Kreidekreis-Projekt kommen. Da werdet Ihr Euch alle wieder treffen. Vorher gab es ja auch schon Vorbereitungsworkshops mit euch in den Schulen und hier. Ein tolles Projekt, das echt Spaß macht!

Isabell: Warum macht ihr den Kongress mit Kindern aus der 5.Klasse? Es könnten ja auch andere Klassen sein?!

Philipp: Ja, hätten es wohl sein können. Wir haben aber festgestellt, dass man in der 5. Klasse schon sehr gut diskutieren kann, dass Kinder dann schon Lust haben, sich mehr mit wichtigen Themen auseinanderzusetzen. Das ist für mich die jüngste Altersgruppe, mit der man so einen Kongress machen kann. Gerade über Dinge zu reflektieren oder zu sprechen, das geht mit der 5. Klasse gut.

Emilia: Warum macht ihr das eigentlich hier? Was hat das mit Theater zu tun?

Philipp: (lacht) Na, weil wir selber am Theater sind! Als Theaterpädagogen haben wir ganz viel Kontakt mit Kindern und Jugendlichen. Da suchen wir uns Projekte aus, bei denen wir etwas gemeinsam entwickeln können. Das Theater will ja auch mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Wenn wir einfach nur so unsere Stücke machen würden, ohne über sie etwas zu erfahren oder ohne mit ihnen selber im Gespräch zu sein, dann wüssten wir ja gar nicht, wie unsere Stücke funktionieren sollen. Wir müssen dafür wissen, was euch beschäftigt.

Isabell: Und was ist genau euer Ziel dabei?

Wendy: Die Themen aus Kindersicht zu sehen und damit dann auch Erwachsenen Hinweise zu geben, Dinge zu ändern. Weil ihr das ja viel besser wisst als wir.
Philipp: Gerade, dass Kinder für sich selbst sprechen können, dass sie selbst etwas unternehmen können und dass sie auch an ihren Schulen die Möglichkeiten haben etwas zu verändern – dass ihr das erfahrt, mehr, als ihr das sonst schon manchmal wisst, das ist ein Sinn dieses Kongresses. Was macht ihr mit den Themen? Wie geht das weiter, wie verändert es vielleicht sogar den Unterricht?
Heute bei der Eröffnung standet ihr alle da und habt gezeigt: Das, was im Unterricht gesagt wird, nehmt ihr nicht mit nach Draußen. Das war ganz eindeutig (bis auf vier oder fünf Leute). Das ist spannend, da kommt man zu der Frage, was da los ist. Warum ist das so, dass euch die Sachen über den Unterricht hinaus nicht so interessieren? Wir müsste es anders sein? Wo bleiben die Themen, die euch wichtig sind?

Isabell und Emilia: Vielen Dank für das Interview.

 

 

Interviews allgemein

Interviewer: Tuba, Renee-Marie, Emilia, Isabell

Interviewte:
Zeynep, WS 5 (Schule böse)
Myrtem, Christian Morgenstern Grundschule, WS 4 (Wie geht’s mir und wie klingt das?)
Josephine, Christian Morgenstern Grundschule, WS 6 (Tischlein deck dich)
Arsim, Christian Morgenstern Grundschule, WS 8 (Bitte nicht aufräumen, wir bauen hier!)
Zudan, Galilei-Grundschule, WS 2 (Schon so spät?)

Wie gefällt dir der Kinderkongress bisher?
Zeynep: „Gut.“
Myrtem: „Ich finde, es macht Spaß.“
Josephine: „Ich finde den Kinderkongress cool. Es gibt coole Angebote.“
Arsim: „Geil! Man kann neue Freunde finden.“
Zudan: „Mir gefällt es gut, weil wir hier lernen und Spaß haben können.“

Was habt ihr denn gemacht?
Zeynep, WS Schule ist böse: „Wir haben Fangen gespielt und wir haben kleine Spiele gemacht.“
Myrtem: „Wir machen viel Musik und wir schreiben auf, was wir fühlen.“

Habt ihr schon über Selbstbestimmung geredet?
Zeynep, WS Schule ist böse: „Nein, noch nicht.“

Was findest du, wer sollte in der Schule bestimmen?
Zeynep, WS Schule ist böse: „Die Schulleiterin. Die Schüler können auch manchmal ein paar Sachen bestimmen. Allerdings, muss ich sagen, die Lehrer bestimmen das meiste.“
Myrtem: „Ich würde gerne bestimmen, dass wir andere Stunden haben. Ich möchte, dass alle Kinder bestimmen können, sie machen.“
Josephine: „Die Kinder sollten an der Schule bestimmen, weil wir viel mehr Stil als die Erwachsenen haben.“
Arsim: „Die Kinder sollten bestimmen können!“
Zudan: „Bestimmen können sollten die Eltern, die Lehrer und auch manchmal die Kinder. Die Horterzieher und die Schulleiterinnen sollten auch bestimmen können.“

 

 
Muslim

Workshop 6

Es geht um Trinken und Essen

Ich war bei dem Workshop Nr. 6. Er heißt "Tischlein, deck dich". Ich habe diese Informationen rausgefunden:
Die Kinder haben verschiedene Getränke probiert. Es waren zwei Erwachsene und neun Kinder am Tisch. Sie haben Getränke probiert und geschätzt, wieviel Gramm Zucker darin sind. Und sie haben über Nährstoffe geredet. Sie kommen alle aus Berlin. Sie waren in einem großen Raum, in dem es einen Tisch und Stühle gab. Sie haben auch die Zuckerwürfel berechnet, die in einem Glas von dem Getränk drin sind. Für viele war das lecker.


 
Renee-Marie

Workshop 4: Wie geht es mir und wie klingt das?

Die Kinder aus Workshop 4 schreiben gerade ihre Gefühle auf und hören dabei Musik. Sie möchten sich kennenlernen. Die Gefühle heißen Angst, Stolz, Wut, Glück. Sie sind auch in der Musik. Bei Wut ist die Musik lauter und bei Glück normal laut. Manche Kinder haben schon zwei Blätter vollgeschrieben und bekommen noch zwei. Sie schreiben ganz schnell. Die Workshop-Leiter haben gerade ein Blatt aufgehangen, auf dem steht: "Gefühle in der Schule sind verboten!" "Gefühle lassen sich durch Musik ausdrücken." "Wir können komponieren!"
Jetzt sind sie mit Schreiben fertig und machen eine Pyramide aus Stühlen. Dann gibt es Mittagessen.


 

Inteview zum Workshop 3 (Expedition zum Planeten des Wissen)

Interviewer: Emilie
Interviewte: Amy und Radhika, Carl Humann-Grundschule, 5b
Emilie: „Was macht ihr in dem Workshop?“
Amy: „Wir schreiben verschiedene Fragen zu verschiedenen Themen auf. Zur Zeit malen wir eine Rakete auf, so wie sie aussehen soll, wenn wir losfliegen.“
Radhika: „...zum Planeten des Wissens.“
Emilie: „Warum habt ihr diesen Workshop ausgewählt?“
Amy: „Weil wir es spannend finden. Wir mögen Planeten und wir dachten, es hört sich gut an.“
Emilie: „Was ist das Thema des Kinderkongresses?“
Amy und Radhika: „Das Thema ist: Wer bestimmt hier wen?“
Emilie: „Das war es schon. Danke für das Interview.“
Amy und Radhika: „Okay!“


 
Emilie

Workshop 3: Planet des Wissens

Expedition des Wissens

Heute gehe ich zum Workshop 3, geleitet wird dieser Workshop von Stefanie Kaluza und von Barbara Schirmer. Im Moment bearbeiten die Kinder Fragen zum Planeten des Wissens. "Was gibt es auf dem Planeten des Wissens?" lautet die Frage, die sie beantworten müssen. Es gibt sieben kleine Überschriften: Natur, Spiel/Spaß/Medien, Wohnen, Essen, Politik/Zusammenleben, Ausbildung/Schule, Sport. Ich habe bemerkt, dass die Jungs in der Überzahl sind. Sie haben eine Menge Spaß. 12.30 Uhr: Jetzt haben sie Pause. 13.00 Uhr: Der Unterricht beginnt auch für mich. Ich gehe jetzt wieder in Workshop 9 (Journalismus). Nach einer kurzen, kleinen Besprechung mache ich mich wieder auf den Weg zu Workshop 3. ich habe mir zwei Mädchen gesucht und ihnen ein paar Fragen gestellt.


 

Eindrücke vom ersten Tag:

 
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Video vom ersten Tag: